/Wonderland

Eine der mir wirklich liebsten Geschichten.

Sie faszinierte mich als Kind schon so unfassbar und hat mich sicherlich auch gerade deshalb geprägt für mein Leben.

Denn im Wunderland darf man "Anders" sein und dies ist vollkommen Normal dort. Aber kann man das HIER auch?

Ja, das kann man.

Eine Antwort die ich lange nicht so von mir gegeben hätte. Inzwischen ist mir klar, das umso mehr man von sich und seiner "Normalität" überzeugt ist, umso mehr kann genau das Realität werden.

"If you can dream it, you can do it." - Walt Disney

Ja der Meister des Zeichentricks wusste wovon er da sprach. Alles kann mit der richtigen Überzeugung geschehen. Darüber sollte man sich einfach mal ein paar Gedanken machen. Es lässt sich so vielfältig einsetzen.

Keine Ahnung wie oft mir meine Eltern immer sagten "Es ist eh nur eine Phase".

Herzlichen Glückwunsch Vater/Mutter, es ist bei weitem keine Phase.

Ich liebe es in der Gothic Szene unterwegs zu sein und mir hat es in all den Jahren dort sehr viel Rückhalt gegeben. Es ist mit Sicherheit nicht einfach gewesen mich als Person zu etablieren und jedes Mal musste ich mich beweisen.

Wie war es denn auch um die Milleniumzeit herum? Die Gothicszene ist nicht aufgeklärt gewesen in der Gesellschaft und hatte eine sehr schwere Position gehabt dort.

Dazu kam meine Liebe für Fantasie. Egal ob in Büchern oder auch im LARP, welches mir lange vergönnt war. Dem konnte ich erst mit 21 Jahren fröhnen und ausleben. Ich habe jedes Event mitgenommen. Und genau das hat mich immer wieder in mein Wonderland katapultiert.

Und ich denke es hat mir nicht geschadet bis heute.

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Nu aber mal zurück zu Alice im Wunderland. Hier erst einmal einige Fakten zum Buch:

Das Buch wurde erstmals am 4. Juli 1865 veröffentlicht. Es ist inspiriert durch eine Bootsfahrt auf der Themse genau drei Jahre zuvor (gemeinhin wird für den Termin dieser legendären Bootsfahrt der 4. Juli 1862 angegeben, der jedoch ein kühler, wolkiger und regnerischer Tag war, auf der Carroll den drei Schwestern Lorina Charlotte, Alice Pleasance und Edith Mary Liddell, Töchtern des Oxforder Dekans, eine Geschichte erzählte, die er erst unter dem Namen "Alice’s Adventures Under Ground" und dann nach Erweiterungen als "Alice’s Adventures in Wonderland" niederschrieb. Carroll war sich zunächst unschlüssig, ob er sein Werk publizieren sollte. Er gab es in dieser Situation seinem Freund George MacDonald, der es seinen Kindern vorlas. MacDonalds Sohn Greville war so begeistert, dass er wünschte, „es gäbe 60.000 Bände“ davon. Diese Begeisterung genügte, um Carroll selbst zu überzeugen. Das Buch fand gleich nach seinem Erscheinen großen Anklang und viele begeisterte Leser. Dazu gehörten unter anderem der junge Oscar Wilde und Königin Victoria.

Nur zweiundzwanzig Exemplare der ersten Edition von 1865 haben sich bis heute erhalten, davon befinden sich fünf in Privathand und siebzehn in öffentlichen Bibliotheken. Im Jahre 1998 wurde eine Erstausgabe für 1.500.000 US-Dollar versteigert und wurde damit zum bisher teuersten Kinderbuch. 1865 veröffentlichte Carroll ein Faksimile seines deutlich kürzeren, selbst illustrierten Originalmanuskriptes Alice's Adventures Under Ground. 1890, 25 Jahre nach Erscheinen der Originalausgabe, erschien The Nursery “Alice”, eine verkürzte Version von Alice im Wunderland, die vom Autor selbst für Kinder im Alter bis zu fünf Jahren adaptiert worden war und zwanzig kolorierte und vergrößerte Zeichnungen von John Tenniels Illustrationen aus dem Originalbuch enthielt. Den Umschlag entwarf die Malerin und Illustratorin Gertrude Thomson, eine Bekannte von Carroll.

Im Jahr 1871 veröffentlichte Lewis Carroll die Fortsetzung Through the Looking-Glass, and What Alice Found There (deutscher Titel: Alice hinter den Spiegeln). Statt mit Spielkarten wird in dieser Geschichte die Handlung mit Schachpartien ausgeschmückt.

Irgendwann auch mal Alice umsetzen, eine Idee die ich schon lange hatte.,

Dann bekam ich zufällig ein Bild dieser Lokation hier im Stadtwald von Altenburg und musste an das Kaninchenloch von Alice denken.

Levitationsfotografie ist jetzt seit einiger Zeit auch sehr spannend für viele und lässt tolle Bilder entstehen, welche einfach Magie aus dem fantastischem wieder greifbarer oder eher sichtbarer macht.

Das Kleid habe ich bei Ebay Kleinananzeigen gefunden für wenig Geld. wirklich Glück in diesem Falle.

Die Bildreihe hat mich animiert im Bereich Composing zu starten. Ich habe mir dazu auch Feedback von Aleksei Gofermann und Sascha Götz (mein Mentor der School Of Arts) geholt Für meine ersten aufwendigen Versuche bin ich sehr zufrieden und vor allem stolz das es positives Feedback ausgelöst hat.

Hier nochmal ein paar Zeilen um den Autor und seine Geschichte.

Interessant zu wissen ist das Disney sich an beide Bücher gehalten hat von Lewis Carroll. Denn der Nicht-Geburtstag und Humpty Dumpty werden erst im 2. Buch erwähnt.

Die eigentliche Alice Vorlage war auch nicht blond sondern dunkelhaarig. Alice Liddell diente als Anregung für einige Eigenschaften der Figur „Alice“. Sie war jedoch keinesfalls Modell für die Illustrationen in den Alice-Büchern, da der Zeichner Tenniel ihr niemals begegnet ist. Vielmehr diente eine Fotografie eines kleinen Mädchens namens Mary Hilton Badcock, die Lewis Carroll dem Zeichner geschickt hatte, als Vorlage.

Dann gibt es einige Thesen über Lewis Carroll welche sich lange Zeit hartnäckig gehalten haben. Aufgrund der Ess-mich/Trink-mich Methode, Pilzen/Fläschchen, der Grinsekatze und Absolem der Raupe waren viele der Überzeugung das der Autor LSD konsumiert haben sollte, was allerdings vom Zeitrahmen her nicht ganz so möglich ist. Zu Carrolls Zeiten wurde eher Laudanum konsumiert und anhand seiner Tagebücher war das dann eher auszuschließen. Auch wenn einige der Tagebücher fehlen ließ sich vieles daraus erschließen. Ebenso wurde Lewis Carroll auch eine pädophile Ader nachgesagt. Aufgrund vieler Fotoaufnahmen nackter Mädchen die er erschuf. Aber was ist mit den zwischen naiv und lasziv schillernden Aufnahmen, die der großartige Amateurfotograf von kleinen Mädchen machte? Hier verweisen Experten auf den viktorianischen Kindheitskult. Nackte Kinder standen für Unschuld und waren sogar ein beliebtes Weihnachtskartenmotiv.

Auch dieder Mythos wurde versucht aus dem Weg zu räumen anhand seiner Tagebücher. Er war nie verheiratet aber hatte unglaublich viele Freundinnen gehabt die er "Child-friends" nannte. 

Zitate aus Alice im Wunderland

„Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?’ ‘Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest’, sagte die Grinsekatze. ‘Ach wohin ist mir eigentlich gleich…’, sagte Alice. ‘Dann ist es auch egal, wie du weitergehst’, erwiderte die Katze.“

“Wenn der Tag wird dunkle Nacht,
und der Himmel wird zur See,
wenn die Stunde schneller schlägt,
und keine Zeit mehr bleibt, für Tee,
und in unserer dunkelsten Stunde,
mein letzter Reim ist nicht mehr weit,
führt ihr Weg sie heim nach Wunderland,
und dreht zurück das Rad der Zeit.”

„Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge.“

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„Alice: Das ist unmöglich… Hutmacher: Nur, wenn man nicht daran glaubt!“

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„Alice: Glaubst Du, ich habe den Verstand verloren? Vater: Ich fürchte, ja. Du bist übergeschnappt, hast eine Meise, bist nicht ganz bei Sinnen. Aber weißt Du was? Das macht die Besten aus!“

„Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“

"Ich gebe mir selbst oft sehr guten Rat, aber ich folge ihm nur sehr selten."

"Phantasie ist die einzige Waffe im Krieg gegen die Realität."

"Wenn ich eine eigene Welt hätte, wäre alles Unsinn. Nichts wäre, was es ist, denn alles wäre, was es nicht ist. Und im Gegenteil, was ist, existierte nicht. Und was nicht wäre, existierte. Verstehst du?"

"Wenn ich eine eigene Welt hätte, wäre alles Unsinn. Nichts wäre, was es ist, denn alles wäre, was es nicht ist. Und im Gegenteil, was ist, existierte nicht. Und was nicht wäre, existierte. Verstehst du?"